Montag, 26. Juli 2010

„Irgendwo in den Vierzigern“ - Ein Interview mit Andy Düx




And Düx ist DJ, Produzent und Ladenbesitzer
Für alle die sich in Sachen elektronischer Tanzmusik in Mainz auskennen und jene, die sich professionell oder semiprofessionell als DJs oder Produzenten betätigen, ist er ein kompetenter Ansprechpartner und im Zweifelsfall ein guter Bekannter oder sogar Freund: 

Andy Düx, heute „irgendwo in den Vierzigern“, war DJ in berühmten Clubs wie dem Big Apple, dem East und dem Dorian Gray. Er ist neben Thomas P. Heckmann eines der echten Urgesteine der Mainzer Techno-Szene. 1990 gründete er sein Label „Overdrive Records“. 

Seit 1992 hat Andy Düx in Mainz seinen Laden (seit 2009 in der Hinteren Bleiche 47), wo er altes und brandneues Vinyl unter die Leute bringt.



Wie lange bist Du nun schon DJ?

Seit 1978 lege ich auf.

Ist Dein Hautberuf DJ, Produzent oder Ladeninhaber?

Ich bin Selbständiger für alle drei Aufgabenbereiche.

Wie wurde dein Hobby zum Beruf, bist Du zufrieden mit dem Ablauf?

Ich habe einen typischen Werdegang. Wenn ich heute noch mal jung wäre, würde ich es wieder genauso machen. Ich bin mit dem Ablauf äußerst zufrieden. Alles begann wie bei den meisten mit New Wave und Punk. Dann wurde allmählich alles elektronischer und technoider. Zunächst legte ich in meiner Tanzschule auf. Als DJ wirst du dann plötzlich immer mehr gefordert, was die Styles und die Strukturierung angeht. Mit dem Wendejahr 1989 kam dann die erste Technowelle mit einem richtigen Movement dazu und schließlich der Techno-Boom, das hat mich geprägt.

Wann hast Du das letzte Mal aufgelegt?

Ende Juni in Saabrücken im Club Silo. Das war in einem riesigen unterkellerten Getreidesilo und perfekt für eine Technoparty.

Was sind Deine Termine im August?

Auf Facebook stehen immer alle Gigs rechtzeitig online.

Wo bist Du derzeit Resident-DJ?

Nirgends – nur in meinem Laden. Bis 2008 habe ich noch regelmäßig in der Safahi Lounge aufgelegt. Mittlerweile ist es ruhiger geworden, ich genieße das.

Der Over Drive Record Store in der Hinteren Bleiche 47
Mit wem arbeitest Du zusammen?

Ich arbeite momentan alleine. Es hat sich viel verändert in der Szene – die Leute, die Musik. Teilweise hat man heute sogar eine ganz andere Philosophie. Es ist schwieriger geworden zusammen an Projekten zu arbeiten.

Warum?

Elektronische Tanzmusik ist wie ein Baum, der eine Wurzel hat und viele Äste, junge und alte, aber manche haben die Äste abgeschnitten auf denen sie sitzen. Mir geht es vor allem darum die Wurzeln und den alten Baumbestand zu erhalten.

Gibt es aktuelle Projekte?

Seit dem 1. März gibt es „Overdrive Digital“. Dann konnte ich noch jüngst bei dem Film-Projekt „Zeitgeist Stammheim“ über den legendären Kasseler Techno-Club mithelfen. Ich habe diverse Interviews gegeben.

Du bist Vater. Wie lassen sich Beruf und Familie vereinbaren?

Es gibt da bei mir eine strikte Trennung zwischen Business und Freizeit. Die Kinder finden meine Arbeit aber prima!

Was legst Du am liebsten auf?

Minimal und Dub Classics. Wenn ich im 50° auflege, spiele ich housige und spacige Sachen und 3-4 Klassiker von 1980 bis 2000. Ich liebe die kopflastigere Musik. Mir geht es um die Geschichte, die der DJ erzählt und um den Moment. Unkommerziell soll es sein.

Was sind Deine großen Favorites in Sachen Techno-Culture in Rhein-Main?

Sven Väth, Michael Münzig

Funktioniert Dein Laden wie Dein eigener Geschmack?

Alles was nur kurzzeitig hip und angesagt ist, zu verkaufen, geht nicht.

Was sind für Dich die wichtigsten Clubs in Rhein-Main?

Mainz: 50°, Wiesbaden: New Basement, Frankfurt: Cocoonclub, Robert Johnson, U60311, MTW

Andy Düx verkauft Eintritts-Karten für das Natur-One-Festival
Du hast ja in der Vergangenheit auch immer wieder auf Festivals aufgelegt. Wo gehört deine Musik eigentlich hin?

Im Moment entwickle ich mich wieder zum Club-DJ.

Wo liegt der Trend derzeit in Sachen elektronischer Tanzmusik?

Deep House, die leichte Prise, Techno


Was hat sich seit dem Techno-Boom der 90er getan? Was beobachtest Du?

Die elektronischen Klänge sind heute ein fester Bestandteil der Unterhaltungsbranche. Der Boom ist aber definitiv vorbei. Elektronische Tanzmusik ist heute eine Selbstverständlichkeit geworden und kein Novum mehr. Nur ganz selten entwickelt sich noch was wirklich Neues. „Neue“ Sounds sind in der Regel eine Kombination aus Altem.

Was ist für Dich Lifestyle?

Mit dem Auto zu einem Gig fahren z.B.

Gebrauchst Du den Begriff „Spirit“?

Nicht mehr

Was ist für Dich eine Community?

Heute ist vieles anders als früher. Facebook ist für mich heute am ehesten eine Community.


Andy Düx on the Turntables in his Plattenladen

Kann man als junger DJ, der bei Dir einkauft, Karriere machen wie früher?

Nein

Was sind Deine Interessen abseits des Techno?

Filme, Familie

Was wünschst Du Dir für Deine Zukunft?

Das es noch ein paar Jahre so weitergeht und die Leute weiterhin mit Techno Spaß haben.

Vielen Dank für das Interview Andy, einen schönen Tag noch!


Montag, 24. Mai 2010

Mainzer Museumsnacht

Am 29. Mai. 2010 öffnet die Mainzer Museumsnacht ihre Pforten. Schon zum sechsten Mal verwandelt sich unsere schöne Landeshauptstadt in einen beredten Brennpunkt des zeitgenössischen kulturellen Lebens und der Kunst. Über 40 Museen, Galerien und Institutionen sind beteiligt.

Während der Mainzer Museumsnacht werden Sammlungen und Ausstellungsstücke Anlass zu kritischer Reflexion und ästhetischer Kontemplation geben. Ein Unterhaltungs-programm hohen Niveaus wird dafür das passende Surrounding bieten. Ausstellungen, Literaturveranstaltungen, Tanz, Theater und dazu passende kulinarische Angebote werden Mainz von seinen schönsten und genussvollsten Seiten präsentieren.

Bis zum Anbruch des nächsten Morgens lassen sich am 29. Mai Jung und Alt in den Bann der schönen Künste ziehen. Es lohnt ganz sicher, sich mit vielen tausend Anderen in dieser Nacht auf den Weg zu machen!

Internet: Das Programmheft der Mainzer Museumsnacht 2010

Montag, 5. April 2010

Kunst-Festival Canisiusstraße


Am Samstag, den 10. April 2010, findet im Wohnheim in Gonsenheim (Canisiusstraße 27-31) ein Kunst-Festival statt. Es gibt eine Graffiti-Ausstellung auf hunderten von Quadratmetern, Konzerte und das magische Theater. Der deutsche Schriftsteller und Publizist Hadayatullah Hübsch wird an diesem Abend aus seinem Lyrikband "Marock'n'Roll" vorlesen. Hadayatullah Hübsch (* 8. Januar 1946 in Chemnitz als Paul-Gerhard Hübsch) war ehemaliger Aktivist der 68er-Bewegung und langjähriger Pressesprecher der Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e.V. Er ist in der Nuur-Moschee in Frankfurt Imam Dschuma (Leiter der Freitagspredigt). Man darf also zurecht auf diesen vielseitigen Abend gespannt sein und das Studenten-Wohnheim in der Canisiusstraße bietet ein interessantes architektonisches Ambiente. Los gehts um 20.00 Uhr.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Kunstszene/ Galerien: "Photonet"



Limited Editions und Exklusivität: Dr. Klaus Kleinschmidt und seine "Galerie Photonet" in Wiesbaden

Wer ein ausgeprägtes Interesse an moderner und zeitgenössischer Fotografie hat, sollte Dr. Kleinschmidt von Zeit zu Zeit einmal einen Besuch abstatten.

Wer Herrn Dr. Kleinschmidt in seinem Domizil „Galerie Photonet“ / Taunusstraße 43 aufsucht, trifft auf einen freundlichen und kunstbeflissenen Zeitgenossen. - Schwarzer Brioni-Anzug, Krawatte, weißes Hemd, schwarze Brille: Schon rein äußerlich scheint Dr. Kleinschmidt vermitteln zu wollen, dass er auf Professionalität und auf Qualität setzt. Seine Galerie mit angrenzender Dachterrasse ist ebenso betont puristisch gehalten. Man merkt nicht, dass man sich in einem alten Jugendstil-Gebäude befindet. Im zweiten Stock einer der besten Wiesbadener Adressen öffnen sich einem zwei schlichte Ausstellungsräume, in denen sich alles um die Kunst der modernen und zeitgenössischen Fotografie dreht.

Dr. Kleinschmidt ist kein Freund des Prätentiösen und das spiegelt sich auch in einer zurückhaltend-höflichen Art des Umgangs mit Besuchern seiner kleinen aber feinen Galerie. Er ist mit Herz und Seele Galerist, sagt er von sich, und das meint viel in einer Branche, wo heute oft nur noch die Gesetze des Marktes regieren. Früher ein renommierter Journalist im Bereich Fotografie, tätig unter anderem für die F.A.Z., hat er vor genau 11 Jahren die Seiten gewechselt und bringt seit dem den Menschen die Werke herausragender Künstler- persönlichkeiten auf direktem Weg nahe.

Dr. Kleinschmidt ist immer auf der Suche nach „Solitären“, das heißt nach Künstlern, die sich keiner der großen zeitgenössischen Schulen verschrieben haben. Macht der Galerist von Herz und Seele da aus der Not eine Tugend? Nein - Es ist viel eher so, dass Dr. Kleinschmidt dem geschulten Blick folgt und sich dabei keiner bestimmten Orthodoxie unterwirft. Auf diese Weise gelingt es ihm immer wieder für sein Publikum neue, interessante Positionen zu Tage zu fördern.

Derzeit sind die Werke von Michael Schnabel in der „Galerie Photonet“ zu bestaunen. Michael Schnabel hat sich mit seiner Plattenkamera über Nacht im Frankfurter Senckenberg- und im Städel-Museum einschließen lassen und dort ohne jede zusätzliche Lichtquelle unter Langzeitbelichtung im wahrsten Sinne des Wortes „kunstvolle“ Bilder in Zelluloid gebannt.

Dort wo im Restlicht jeder Lux-Meter versagen würde, hat Michael Schnabel mit seinen neusten Dunkelstudien bereits die dritte Werkserie erstellt. Neben „Berge“ und „Wasser“ sind es jetzt die „Nachtstücke aus Museen“, mit denen der Fotograf Aufsehen erregt. Nach seinen Auftritten auf großen Foto-Messen in Paris, London, Hong Kong und Seoul sind seine Bilder nun in Wiesbaden zu bestaunen. Nun entfalten sie in den Räumlichkeiten von Dr. Kleinschmidt ihre nahezu malerische Wirkung.

Dr. Kleinschmidt hat sich für den Fotokünstler Michael Schnabel entschieden, weil der in seinen Bildern die Wirklichkeit hinterfragt, indem er der bunten Frivolität unseres alltäglichen Sehens mit der Schlichtheit des Dunkels begegnet.

Mit ihren Ausstellungen sorgt die „Galerie Photonet“ über das Jahr hinweg für ein Erlebnis von Kunst, das in der heutigen Zeit oft zu kurz kommt: „Jeder redet von „limited Editions“ und von Exklusivität und finden tut er es in der Werbung und in der Konsumgüter-Industrie“, erläutert Dr. Kleinschmidt. Bei ihm ist das anders, denn in der „Galerie Photonet“ kommt erlesener Geschmack auf seine Kosten.

Galerie Photonet

Taunusstraße 43
65183 Wiesbaden

Öffnungszeiten der Galerie: Mo - Fr 13.00 - 18.00 Uhr

Samstag nach Vereinbarung

Internet: www.photonet-online.de

Dienstag, 2. Februar 2010

Verlage und ihre Bücher: "Luxbooks"



Kleiner Verlag in Heimarbeit: "Wir sind Luxbooks"

Neben bedeutenden Stimmen deutscher Lyrik der Gegenwart legen sie den Schwerpunkt auf amerikanische Lyrik des 20. Jahrhunderts. Annette Kühn und Christian Lux betreiben ihren kleinen Verlag von zu Hause aus.

Ein Satyr-Kopf ziert die Fassade des Jugendstilgebäudes am Bismarckring Nummer 8 in Wiesbaden. Das steinerne Schmuckstück ist mittlerweile das Signet von „Luxbooks“, einem kleinen Verlag, den Namenspatron Christian Lux und seine Lebensgefährtin Annette Kühn das Licht der Welt erblicken ließen.

Seither haben die Beiden bereits für viel Wirbel gesorgt. Die Geschäfte organisieren sie direkt von zu Hause aus. Auf rund 100 Quadratmetern dreht sich alles um die schöne Literatur. Alle Zeit, die neben Studium, momentaner Arbeitssuche und der Erziehung ihres Kindes bleibt, investieren die unermüdlichen Jungunternehmer in ihr gemeinsames Projekt.

Es war Samstag im Oktober 2008 als Christian Lux (31) und Annette Kühn (28) im F.A.Z.-Feuilleton ein Foto von sich und ein groß angelegtes Portrait entdeckten. „In diesem Moment wussten wir, dass ein wirkliches Interesse an unserer Arbeit bestand und dass es wichtig war, etwas zu tun“, berichten sie stolz.

„Luxbooks“ existiert bereits seit 2001, als Christian Lux gerade mal damit begonnen hatte zu studieren. Schon als Elfjähriger wünschte er sich eine Schreibmaschine. Als Jugendlicher verfolgte er gebannt die Bachmann-Preisverleihungen im Fernsehen. Die Möglichkeit Buch- und Literaturwissenschaft zu kombinieren, ließen den gebürtigen Essener 1999 nach Mainz umsiedeln. Im Studium lernte er Annette Kühn kennen, seine heutige Lebensgefährtin. Vor drei Jahren wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren. Heute leben die Drei in Wiesbaden.

Das Konzept von „Luxbooks“ ist klar und konsequent. Anfang 2008 kam der Durchbruch, als sie mit 7 Lyrikbänden auf dem deutschen Buchmarkt Stellung bezogen. Sie legten „so frech wie kalkuliert“ den Schwerpunkt auf amerikanische Nachkriegs-Lyrik von der Hoch- bis zur Pop-Kultur. Die Autoren für ihren Verlag zu gewinnen war einfach, berichten sie. Es finden sich die Gedichte von John Ashbury, Rae Armantrout, Mary Jo Bang, Hart Crane und zahlreichen anderen namhaften amerikanischen Autoren in ihrem Programm. Selbst John Updike war sofort bereit, seine Lyrik bei „Luxbooks“ unter die Menschen zu bringen: „Unsere Strategie war, ein literarisches Umfeld zu schaffen, in dem sich Autoren wohl fühlen können.“ Dabei verstehen sich Christian Lux und Annette Kühn als Bibliothekare einer von ihnen auch persönlich favorisierten Literatur.

Mit „Luxbooks“ gehen die Beiden betont puristisch ans Werk. Die Büchlein im handlichen, nahezu quadratischen Paperback, synoptisch, das Original-Gedicht neben der deutschen Übersetzung, keine Klappentexte, - das findet Anklang. Die Übersetzungen besorgen sie zu weilen selbst, sonst werden die Gedichte von befreundeten Dichtern wie Ron Winkler oder Jan Wagner ins Deutsche übertragen. Neben den Originalen entstehen neue Kunstwerke.

„Lyrik ist die Wurzel aus der unser Verlag wächst“, erklärt Christian Lux. Und obwohl Lyrik bekanntlich nur einen kleinen Leserkreis in den Bann zieht, ist sie gerade das Erfolgsrezept von „Luxbooks“. „Hier ist viel Nachholbedarf, nicht nur weil die amerikanische Lyrik bisher hierzulande kaum zugänglich gemacht wurde. Wir machen auch ein Stück weit wieder gut, was so manche Schule verbrochen hat, weil sie die Lust an Lyrik nicht richtig vermitteln konnte.“

Dezent eingestreute Illustrationen werten die Bücher zusätzlich auf. Das ist vor allem der Job von Annette Kühn, in den sie alle Liebe des Details legt. Daneben arbeitet sie mit professionellen Illustratoren zusammen. Der Fluss von Text und Bild spielt für sie eine große Rolle, bei der Bebilderung klassischer Weltliteratur genauso wie in den Kinderbüchern und Comics.

Mittlerweile gibt es bei „Luxbooks“ eine neue Reihe, die den Schwerpunkt des Programms neben der Erweiterung um Prosa von den U.S.A. auf Lateinamerika ausweitet. „Bis zur Buchmesse 2010 planen wir eine Anthologie junger argentinischer Lyrik. Bereits erschienen ist eine Werkauswahl von Fabián Casas.“

„Luxbooks“ veranstaltet regelmäßig Lesungen, unter anderem in der Galerie „Allergutendinge“ in der Mainzer Gartenfeldstraße 8. - Man darf gespannt sein, was noch folgt …

Adresse:

Luxbooks
Bismarckring 8
65185 Wiesbaden

Internet:

http://www.luxbooks.de

Dienstag, 19. Januar 2010

Nachtschwärmer: Ein Freitagabend im 7°


Man kommt rein und fühlt sich gleich zu Hause …

Ungezählt sind in Mainz die Clubs, Bars, Nacht-Cafés und Lounges. Alle haben sie ihren unverwechselbaren Flair. Wer sich in das Mainzer Nachtleben fallen lässt, hat die Qual der Wahl. Das 7°, direkt neben der neuen Kunsthalle im Zollhafen von Mainz, bietet alles, was der fortgeschrittene Nachtschwärmer und Nightlifer vor 0 Uhr sucht und ist zugleich eine gemütliche „Location“, um von den Anstrengungen einer arbeitsreichen Woche auszuspannen.

Freitagabend, 21:30 Uhr – Im 7° neben der Mainzer Kunsthalle (Am Zollhafen 3–5) liegen Deephouse-, Funk & Soul-Klänge in der Luft: DJ Groovintella legt seine Platten auf und trifft auf ein musikbegeistertes Publikum, das in dem locker-modernen Ambiente der neuen Café-Bar-Lounge eingetroffen ist. Gemütliche Sessel und Ledercouches laden zum Ausruhen ein. Groovintella gelingt es über die sich gleichmäßig drehenden Plattenteller und das Mischpult einen direkten Kontakt zu den Gästen aufzubauen. Allseits herrscht eine fröhliche Stimmung, die sich in den Takten und dem Rhythmus seiner Akustik wiegt. Es ist tatsächlich etwas anderes, wenn jemand live auflegt, als die übliche Musik aus der Konserve. Von Anonymität keine Spur. Das Surrounding spricht jetzt eine ganz andere Sprache.

Unter der Leitung von Günter Beck wird im 7° versucht, den Mainzern in einer neuen, noch unbekannten Atmosphäre durch verschiedene Veranstaltungsreihen den Genuss von Musik zu ermöglichen. So gibt es unter anderem ein Klassik- und ein Jazz-Frühstück und jeden zweiten Freitag im Monat beschallt nun Groovintella die gediegenen Räumlichkeiten. Er sieht darin eine willkommene Chance, seinen Musik-Stil unter die Leute zu bringen. Der DJ bringt leichte Sounds auf der Schnittstelle zur Tanzbarkeit. Man merkt sofort, dass er seinen Job mit Herz und Seele betreibt.

Da wird gefrickelt und gedreht, zuckender- und groovenderweise geht es vorwärts und das kommt bei den Leuten an. „Ich bespiele den Raum hier bewusst abwechslungsreich und improvisiere dabei. Bei mir ist nichts fest geplant, aber alles hat Linie und Struktur.“ Auch wer kein eingefleischter House-Fan ist, kommt bei Groovintella auf seine Kosten. Zahlreiche klassische Re-Edits von Disco-Platten und andere Remixe finden sich in seinem Programm. Als Gast-DJ hat er diesmal Dr. Stefan Funk mit ins Boot geholt, der ein wenig Dub-Step beisteuert. „Deep and soulful music in direction to house“, so umschreibt Groovintellas Kompagnon sein Set.

Die Leute, die ins 7° kommen, sollen sich wohl fühlen, sagt Günter Beck. Ist das auch wirklich so? Wir haben nachgefragt und in drei Worten haben Jenny (28) und Heike (29) die Stimmung im 7° zusammengefasst: „entspannte Atmo, Moderne, Nähe zur Kunst“, „Das 7° ist perfekt, um sich auf ein erlebnisreiches Wochenende einzustimmen.“ Anke (33) und Nim (35) sind Singles aus Wiesbaden. Sie finden das 7° „stylisch und nobel“. Sie sind im Internet und über eine gemeinsame Freundin darauf aufmerksam geworden, dass im Zollhafen in Mainz was los ist. Der Optotechnik-Student Julius Koch (26) hat auch gleich drei treffende Assoziationen parat: Mit „geräumig“, „melodisch“, „Freitagabendklänge“ umschreibt er das 7°. „Man kommt rein und fühlt sich gleich zu Hause.“

Seinen Namen hat das 7° in der ehemaligen Lockhalle der historischen Energiezentrale des Zollhafens von dem 21 Meter schräg in die Luft ragenden Turm, den der Berliner Architekt Günter Zamp Kelp entworfen hat. Neorenaissance, Hafengeschichte, zeitgenössisches Leben, moderne Kunst und Ästhetik gehen hier eine Symbiose ein. In der hochwertigen Gestaltung und Ausstattung der Bochumer Architektin Viki Kitzig bietet die Café-Bar-Lounge viel Raum für gute Laune, für das gegenseitige Kennenlernen, den Small-Talk und nicht zuletzt für Musik fernab des Mainstreams. Ein Blick auf die Weinkarte im 7° lohnt sich und der Eintritt ist frei. Kostenlose Parkplätze stehen am nahen Rheinufer ausreichend zur Verfügung.


DJ Nachtcafé mit DJ Groovintella & Friends jeden 2. und 4. Freitag ab 21 Uhr im 7° neben der Kunsthalle Mainz (Zollhafen 3–5)

www.7-grad.de

www.myspace.com/groovintella

Sonntag, 21. Juni 2009

A Shimmering

Beautiful is the share of the heritage of men and women
As it is every second planting
And beautiful is also the day in the evening
When the great world places itself in last rays

Because no greater happiness was still depending on the earth
As the angels and spirits trustful while
Where shadow rescues itself in light and ligths change into shades
As the ink in the gazette and published in the beautiful line

And if everything be lost in horrible horrors
Will the darkest forces threat our life
Only your dreams can let awake you
And added sense and faith give you a good worth

For where all the myths and stories entwine themself around the truth
That's where is peace for the houses and honest gleam
And love is where the peoples dreams and thoughts
can assimilate in one's life as in a whole being

And just as in the seconds fleeing
All twilight and hesitation to a new morning tends
Also rise up your heart and all the souls
If the good and beautiful shows in a song

... Hier entsteht eine Internetpräsenz ...

Mein Foto
Onomatopoeie
An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich auf www.mainz-kultur.de und auf www.wiesbaden-kultur.de hinweisen. Dort befindet sich der Blog von Daniel Honsack, der mit nur 33 Jahren einer schweren Erkrankung erlag. Daniel Honsack war ein sehr begabter und beliebter Mainzer Journalist, insb. im Bereich der Kultur und der klassischen Musik. Ich empfinde eine hohe Achtung vor seiner Arbeit. Bis heute sind seine Beiträge sehr lesenswert und ein unerschöpfliches Reservoir von lokalen Bezügen ... Ich finde nicht wichtig, wer als erster die Idee für die Domains hatte. Aber ich kann auf jeden Fall von meiner Seite aus sagen, dass mir die Idee für meine beiden Domains, über die mein Blog geschaltet ist, unabhängig und vollkommen solitär gekommen ist. - Erst im Jahr 2005 habe ich von Daniel Honsack gehört, begonnen, seine Arbeit für die Zeitung bewusst wahrzunehmen und seinen Blog erstmals aufgesucht ... Mein Blog unter den Domains http://www.kultur-mainz.de/ und http://www.kultur-wiesbaden.de/ sollte im Zweifelsfall bitte nicht in einem Zusammenhang mit Daniel Honsacks Blog betrachtet werden. MFG Henning Berg
Mein Profil vollständig anzeigen